Warum gibt’s eigentlich immer wieder Webseiten, die mir den Zugriff verweigern, nur weil ich den Useragent meines Browsers geändert habe?
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Wollen die keine Besucher haben?
Als Atheist hat man an Weihnachten ja genug freie Zeit. Und schaut man sich mal an, was angeblich so die Top-Blogs Deutschlands sind, kommt bestenfalls gepflegte Langeweile auf. Ja, ich habe mal hier und da in die Listen geschaut. Ok, Dr. Web, das ich noch aus der Internetsteinzeit und Vorblogzeiten kenne, und das Photoshopblog sind wohl die Ausnahmen, da ich diese thematisch z.T. recht interessant finde. Die besseren Blogs tauchen kaum oder gar nicht unter den Top 100 auf. Na ja, das Bildphänomen.
Und wo ich gerade das immer lesenswerte und informative Blog von Herrn Raven erwähne (Weihnachten hat mich irgendwie verweichlicht…diese ganzen Komplimente), seinem Codex Corvus muß ich doch in mindestens einem Punkt widersprechen.
Schalte alle Statistiken, die Informationen zur Resonanz deines Weblogs abgeben, aus oder registriere sie äußerst sparsam.
Als Statistikfreak finde ich ja fast nichts spannender als eine Auswertung der Logfiles. Zwecks Vergleichbarkeit sollte man nur beim gleichen Auswertungsprogramm bleiben.
Ich möchte bitte zum Jahreswechsel von all den überflüssigen Jahresrückblicken verschont bleiben.
Und ebenso möge mir in der Silvester-/Neujahrsnacht die Knallerei erspart bleiben. Da in schlechten Zeiten aber immer besonders viel geknallt wird, läßt das leider grausiges erwarten.
Hat Technorati eigentlich schon mal jemand gesagt, wie scheisse die Seite mit Helvetica Neue als erste im Stylesheet angegebene Schriftart aussieht?
Das Internet ist toll. Früher konnte ich nur die Nachbarn nicht leiden, heute hasse ich Menschen aus aller Welt.

Wieso habe ich eigentlich erst gestern erfahren, daß Ruth Brown schon am 17. 11. 2006 gestorben ist. Im Gegensatz zu James Brown war das eine Sängerin, von der ich wirklich ein Fan war (ich habe sogar das obskure von Swamp Dogg produzierte Ichiban-Album Brown, Black & Beautiful). Spätestens seit ihrer Live-Version von Always On My Mind (den Song von Willie Nelson hatten auch mal die mehr als überflüssigen Pet Shop Boys verunstaltet) vom 88er Album Have A Good Time, war für mich klar Ruth tells the truth. Wer sich ein wenig mit der Geschichte von Black Music und R&B (als das noch für Rhythm & Blues stand und nicht für Black “Arschwackel-Titten” Pop) auseinandersetzt, weiß auch, daß Atlantic Records auch gern als the house that Ruth built bezeichnet wird. Ironie der Geschichte, knapp einem Monat nach Ruth Brown verstarb auch Ahmet Ertegun.
Liebhaber schlechter Filme kennen Ruth sicherlich noch als Motormouth Maybelle in Hairspray von John Waters. Zumindest holte der Film Ruth aus der Versenkung.
Bei archive.org kann man einen Liveauftritt von anno 1955 sehen im Rahmen des Films Rhythm and Blues Revue.

Und hier noch was zum Freuen für 2007. Mosaic Records will u.a. McCoy Tyners Cosmos wiederveröffentlichen. Ich hoffe, im Gegensatz zu den unsäglichen Blue Note-Reissues ohne Kopierschutz.
SCHEDULED RELEASES
January 2007
Mosaic Selects
Mosaic Select: McCoy Tyner (3 CDs)
This set contains all six sessions recorded by Tyner for Blue Note between August 1968 and September 1970. This includes “Expansions,” “Extension,” “Asante” and three sessions not issued at the time which later appeared on the double album “Cosmos.” This was one of Tyner’s most overlooked and highly creative periods.