gelbe Mützen und die Endlösung der Arbeitslosenfrage

Andreas Geiger, Sprecher des örtlichen Sozialforums und Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen e.V. (BAG-SHI), kritisierte die Pläne scharf. In der Tatsache, daß die neuen Servicekräfte der MVG auch noch eine gelbe Mütze und ein Namensschild tragen sollen, sieht er eine Diskriminierung der Betroffenen, die sich ohnehin in einer Notlage befänden und dann noch gezwungen seien, sich entsprechend öffentlich als Hartz-IV-Opfer zu “outen”.

Das passt doch prima zur beabsichtigten Kriminalisierung von Hartz-IV-Empfängern, die erstmal selbst ihre Bedürftigkeit beweisen sollen und sowieso schon als Parasiten bezeichnet wurden. Nur müssen es ausgerechnet gelbe Mützen sein, liebe Mainzer Verkehrsgesellschaft? Da fällt doch selbst dem Merkbefreitesten auf, daß man da Parallelen zu den gelben Sternen ziehen könnte, die die Juden vor mehreren Jahrzehnten tragen mussten. Ist die Endlösung der Arbeitslosenfrage in Mainz mithin schon in greifbare Nähe gerückt?

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