Da sucht man anlässlich der Meldung, daß es einen experimentellen Impfstoff gegen das Hämagglutin Rizin gibt, ein für den Menschen hochgiftiges Lektin, das aus dem Samen des Ricinus communis (auch als Wunderbaum bekannt) gewonnen werden kann, einige Informationen zusammen. Und was findet man? Eine Modellrechnung, wie man eine Stadt wie Berlin mittels Bioterror in Angst und Schrecken versetzen kann. Auf einer Schweizer Webseite! Die scheinbar so neutrale Schweiz wieder einmal! Die ZAF ist zu Recht schockiert. Die ZAF als Organisation des globalen Gutmenschentums mit der Prämisse, gegen alles zu sein, kann derartige abstruse Beispielrechnungen natürlich nicht gutheißen und zitiert deshalb nur das Wichtigste mit dem Hinweis, das nicht zuhause nachzumachen oder gar mit geringeren Mengen in Kleinstädten durchzuführen:
Inwiefern sich Rizin auch als Mittel für einen gross angelegten Giftanschlag eignet, wird auf Grund der derzeitigen politischen Situation diskutiert. Durch die Wasserlöslichkeit der Substanz wäre es durchaus möglich, Trinkwasser oder Lebensmittel mit Rizin zu vergiften. Rizin wird aber bei Temperaturen oberhalb von ca. 60° C inaktiviert, sodass eine Vergiftung des Trinkwassers nur dann wirkungsvoll wäre, wenn das Wasser unerhitzt, also nicht als Kaffee oder Tee, verwendet wird. Leider würde eine Vergiftung des Trinkwassers eine ganze Zeit unbemerkt bleiben, da seine Wirkungen erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung auftreten würden, und ein früher Nachweis, z.B. in den Wasserwerken, derzeit kaum möglich ist. Trotz der geringen Wahrscheinlichkeit eines Anschlags auf das Trinkwasser einer Grossstadt, sei dennoch eine kurze Modellrechnung vorgestellt: eine Person verbrauche, z. B. morgens nach dem Aufstehen, rund 1 Liter nicht erhitztes Wasser. Da mehr als ca. 0,5 mg für einen erwachsenen Menschen tödlich wäre, müssten sich in dem Liter Wasser daher mindestens 0,5 mg Rizin befinden, in 1 m3 damit mindestens 0,5 g. In der Grossstadt Berlin, mit rund 3,4 Millionen Einwohnern, werden täglich im Mittel rund 590.000 m3 Wasser verbraucht. Um das gesamte Berliner Wasser mit einer tödlichen Menge Rizin zu vergiften, wären somit 295 kg Rizin erforderlich. Eine Menge, die von Terroristen mit Sicherheit weder beschafft noch eingesetzt werden könnte. Vorstellbar wäre jedoch, bei guten Kenntnissen der Wasserversorgung einer Stadt, eine Vergiftung von Teilen des Wassernetzes, so in Berlin nur eines Bezirks oder Teilen davon.
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