optische und akustische Totalüberwachung bei den ÖBB
Und auf einmal geht es ratzfatz mit der Überwachung. Aus Österreich sind zwar schon einige Beispiele bekannt, aber eine derart umfassende Form der Überwachung, wie sie die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) demnächst planen, stellt doch so einiges in den Schatten, es fehlen eigentlich nur noch die Lautsprecher wie in Middlesbrough, um den Menschen Befehle zu erteilen.
Die Möglichkeiten des mit modernster Technik ausgestatteten Systems übersteigen alles bisher da gewesene. So kann jede einzelne Kamera - Berechtigung vorausgesetzt - von jedem beliebigen Computer-Arbeitsplatz aus via Internet angesteuert und bedient werden. Für “Die Presse” wurde in einem Testlauf eine Kamera am Bahnhof Schwechat angesteuert. Durch die Schwenk- und Zoom-Funktion konnte sowohl der Bahnsteig, als auch das Wohnhaus gegenüber in bester Qualität dargestellt werden. Selbst der Blick in Wohnungsfenster oder die Identifizierung von Kfz-Kennzeichen in größerer Entfernung ist problemlos möglich. Ebenfalls Bestandteil der Anlage: Tonaufzeichnung.
Erschreckend einmal mehr, daß die Medien - in diesem Fall Die Presse - es bei einer bloßen Beschreibung der Überwachungsmaßnahmen belassen und nicht Partei dagegen ergreifen. Wer wirklich einen Anschlag auf den ÖPNV begehen will, der wird sich auch nicht von einer optischen und akustischen Totalüberwachung davon abhalten lassen, Leidtragende sind hingegen alle, die auf die Benutzung des ÖPNVs angewiesen sind und fortan unter Generalverdacht stehen, sowie zusätzlich Anwohner, die demnächst wohl keine Garantie auf Privatsphäre in den eigenen vier Wänden haben werden.
[via Fefe's Blog]





