Beckstein: Verbote helfen
CSU-Hardliner Günther Beckstein, der das Grundgesetz gern einmal mutig auslegt, zeigt einmal mehr, daß Politiker abgehoben in einer Art virtuellen Welt leben.
Sicher, Herr Beckstein, der Durchschnittsbürger meidet kriminalisiertes Verhalten und Verbote helfen, deshalb gibt es auch keinen Drogenmißbrauch, deshalb rauchen auch keinen Jugendlichen oder saufen sich regelmäßig die Birne zu, deswegen gibt es auch in Deutschland keine Schwarzarbeit, keine Steuerhinterziehung, keine Vergewaltigungen, kein Mord und Totschlag etc. Und was verboten ist, übt auf Heranwachsende auch keinerlei besonderen Reiz aus, ganz sicher nicht. Das kann Ihnen, Herr Beckstein, sicher auch ein Kriminologe mal vorführen.
Verbieten wir doch einfach sinnfreie Aussagen von Politikern. Vielleicht ist das dann ein Verbot, das dann wirklich etwas bewirkt.
4 Kommentare
Zenzizenzizenzic Armee Fraktion am 10/12/06 um 12:12
Alles zu verbieten, ist zwar ein interessanter Ansatz, Frau Su, aber ich denke, das Ergebnis wäre eine noch restriktivere Gesellschaft als ohnehin schon. Irgendjemand hält sich immer an jedes noch so unsinnige Verbot. Das sind dann die Leute, die Sie als Rotsünderin beschimpfen, wenn Sie mal bei Rot über die Straße gehen, weil gerade kein Auto kommt. Das ist zwar eh nur eine Ordnungswidrigkeit und keine Straftat, aber Sie verstehen sicher, was ich meine…






Su am 10/12/06 um 10:55
Ach, Herr ZAF, warum stehen Sie Verboten nur so negativ gegenüber? Wieviel einfacher wäre doch das Leben, wenn erst einmal rundum Alles verboten wäre. Fallweise ließe sich dann doch das Eine oder das Andere - extrem restriktiv natürlich - erlauben. Schafft enorme Rechtssicherheit und angenehme Ruhe. Tun tut doch eh keiner was Sinnvolles. Und Spaß machte dann auch fast alles, ihrer Theorie nach, zumindest. Sogar sinnfreie Aussagen!