Linktipps (Freitag, 6. April 2007)

Der 1. April ist doch eigentlich schon vorbei, oder? Irgendwie scheint es einen gefühlten 1. April zu geben.

Anrufer, die das dortige Job Centre kontaktieren, das für Sozialhilfe- und Arbeitslosengeld zuständig ist, werden zunächst von einem Stimmcomputer begrüßt. Dieser stellt zunächst einfache Fragen und zeichnet die Antworten auf. Nach diesem biometrischen Enrolment werden im Laufe des weiteren Telefongesprächs die Stimmen der Anrufer analysiert, ob sich verdächtige Muster in der Stimme zeigen. Ist dies der Fall, werden die Anrufer zu Telefonisten weitergestellt, die auf Betrugsfälle spezialisiert sind.


Herr Kreuvf setzt sich näher mit einer Panorama-Sendung von gestern auseinander. Scheint eine ähnliche journalistisch sorgfältig recherchierte Sendung zu sein wie die Killerspielsendung von vor einigen Wochen.


Du bist ein Drecksack, ein unloyaler, ein Vollidiot! Ich werde Dir die Fresse einschlagen.

In Frankreich geht es wenigstens noch richtig zur Sache!


Warum ist Hamburgs Innensenator Udo Nagel eigentlich parteilos? Er scheint doch genausowenig auf dem Boden der Verfassung zu stehen wie Herr Schäuble.

Auch Schäubles Forderung, Maut-Daten zur Kriminalitätsbekämpfung zu nutzen, teilt Nagel. “Es ist niemandem plausibel zu erklären, dass bei der Fahndung nach Schwerverbrechern - sogar nach Mördern - diese Daten nicht genutzt werden dürfen.” Auch die präventive Nutzung von Maut-Daten in ganz bestimmten Fällen hält Nagel für angebracht. “Wenn eine schwere Gefahr, gar ein Terrorschlag, droht und die Sicherheitsbehörden vorher davon erfahren dann muss alles möglich sein, um diese schwere Straftat oder den Anschlag zu verhindern.”

Und wie Schäuble werden Kritiker diskreditiert, sie seien einfach unverantwortlich.

Kritikern der Videoüberwachung warf der Senator einen “unverantwortlichen Umgang mit der Sicherheit der Menschen” vor und verwies auf die hohe Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung: “Die Kameras sind dazu da, die Polizei bei ihrer Hauptaufgabe, dem Schutz der Bürger und ihrer Freiheit, zu unterstützen. Kameras sind kein Teufelszeug, sondern ein notwendiges zeitgemäßes Handwerkszeug für die Polizei, das mit Augenmaß angewendet wird.”


Wie tief angeblich demokratische Staaten schon gesunken sind, zeigt folgender Artikel bei der Frankfurter Rundschau.

Verschleppt, weil sie nicht spionieren wollten
Der britische Inlandsgeheimdienst ist unter Druck. Dokumente belegen, dass der MI 5 zwei Moslems, die eine Zusammenarbeit abgelehnt hatten, beim US-Geheimdienst anschwärzte, was zur Verschleppung der Männer nach Guantánamo führte.


Und bitte liebe Spamversender keine E-Mails mehr mit der Betreff-Zeile “Wir haben den Befehl dich umzubringen.“. Bleibt lieber bei Sachen wie “Raise ejaculation volume“, “Maintain erections for longer periods” oder meinetwegen auch “Alkohol ist nicht verboten, also warum nicht testen und fahren wenn man keine Promille im Blut hat…“. Da weiß man, was man hat. Guten Abend!

3 Kommentare

  1. 3967  am 6/4/07 um 21:00

    Zum Thema Arbeitsamt & Jobcenter:
    Ich hatte mich auch schon gewundert,
    warum die Telefonistin mich
    bevor ich etwas sagen konnte mit Vorname begrüßte!
    Trotz aktivierter Nummerunterdrückung!!

    Diesen Anti-Rufnummernunterdrückungs-Service
    dürfen eigentlich nur besondere Behörden mit berechtigtem Nutzen haben.(Polizei Feuerwehr)
    Aber Datenschutz etc. ist ein Fremdwort,
    was mich aber noch mehr Nervt sind
    die zusätzlichen Missachtung der Persönlichkeitrechte (Aufnahmen,Photos,Ü-Kameras)
    Aber wenn man eine allgemeine Info,haben will wozu dann die Identifizierung und Aufnahme?

    Von der Aufnahme wusste Ich nicht mal was,
    diese verfluchten Spitzel!

  2. Herr Tony, der Besitzstandswahrer  am 7/4/07 um 00:32

    Die spinnen, die Briten.

  3. Herr Tony, der Besitzstandswahrer  am 7/4/07 um 14:00

    Warum wundert es mich nicht das Panorama sich auf die Gamer eingeschossen hat? Wer verärgerte Briefe an Intendant und Rundfunkrat schreibt muß natürlich bekämpft und als debile Abhängige dargestellt werden.

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