Linktipps (Mittwoch, 11. April 2007)

Privatisierungen sind super und bescheren den Bürgern niedrigere Preise. Ach wie? Eines der zentralen Dogmen der Neoliberalen stimmt gar nicht? Zumindest nicht in Berlin.

Es sei wieder mal ein Geschenk des rot-roten Senats an die Unternehmer, deren Wasserverbrauch merklich steigen dürfte. Für die Bürger der Stadt werden sich dann bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die Preise erhöhen, nach den zwei Prozent zum Jahresanfang, obwohl die Ber­liner nach Informationen des Bundesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz mit durchschnittlich 500 Euro pro Jahr jetzt schon 200 Euro mehr fürs Wasser bezahlen müssen als etwa die Kölner oder die Münchener. In den vergangenen Jahren gab es, als Resultat der vor acht Jahren noch als Segen für die Bürger angekündigten Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe, Preisaufschläge bis 15 Prozent.
Im Jahr 1999 verkaufte die Stadt rund die Hälfte der Anteile der BWB für rund 1,5 Milliarden Euro an ein privates Bieterkonsortium von RWE und der französischen Veolia Water. Um den Unternehmen das Geschäft schmackhaft zu machen, hat sich das Land Berlin verpflichtet, 30 Jahre lang eine garantierte Rendite von sechs Prozent aus Kapitalverzinsung zu zahlen. Das entspricht 95 Millionen Euro. Stephan Natz, der Unternehmenssprecher, formuliert das so: “Wer investiert, muss auch etwas abkriegen, oder?” Gegen eine solche Gewinngarantie wirkt der einstellige Millionenbetrag, der jährlich für den Erhalt des Rohrsystems aufgewendet werden muss, einfach nur läppisch. Auch der Aufruf, mehr Wasser zu verbrauchen, bekommt angesichts des neuen Tarifsystems und der immensen Preissteigerungen einen faden Beigeschmack.

Die im Artikel erwähnte Überdimensionierung des Abwassernetzes angesichts des sinkenden Wasserverbrauchs und der daraus resultierende Unwillen der Berliner Wasserbetriebe (BWB), das Netz entsprechend zu pflegen, erinnert mich ein wenig an die Vorgehensweise von Thamse Water in London, das seinerzeit ebenfalls ein Tochterunternehmen der RWE war.


PR-Strategien der Bundeswehr in Zeiten von Jugendarbeitslosigkeit und “Hartz IV”


Was Hänschen schon lernt, das setzt Hans erst recht um…

Überwachungs- und Abhörtruck
Halte Ausschau nach möglichen Problemen!
Sobald der fünfachsige Überwachungs-Truck auftaucht, ist klar, dass das Auge des Gesetzes wachsam ist! Der Überwachungs-Truck ist mit allen technischen Raffinessen ausgestattet. Außerdem gibt es noch ein dreirädriges Polizeifahrzeug, um die Verbrecher auf der Flucht zu fassen. Mit zwei Agenten-Minifiguren.
In World City ist immer und überall etwas los! Du entscheidest, wo und wann die Stadt zum Leben erwacht. Denn du bist gleichzeitig Architekt und Einwohner.
Mit World City ist grenzenloser Bauspaß vorprogrammiert. Lass deiner Fantasie freien Lauf und denke dir immer wieder neue Abenteuer in deiner Stadt aus!

[via Fefe's Blog]

Den Surveillance Truck gibt’s schon seit 2003.


Bei solchen tendenziösen Überschriften hat man schon gar keine Lust, den Artikel zu lesen:
Europäische Raketenabwehr: Entfacht Iran neues Wettrüsten?


Wort des Tages: Floccinaucinihilipilification, fast so schön wie zenzizenzizenzic nur leider völlig ohne Z.


Demnächst auch geheime Musikbotschaften und multimedialer Schnickschnack in den Propagandaplakaten der ZAF, was Leonardo da Vinci konnte, sollte doch mit Hilfe moderner Rechenmaschinen erst recht möglich sein.


Die Beleuchtung im Supermarkt fördert in Kartoffeln die Bildung toxischer Naturstoffe (Glykoalkaloide). Nun hat eine US-Studie ergeben, dass weißes Neonlicht innerhalb von zehn Tagen die Alkaloidmengen in der Schale handelsüblicher Kartoffelsorten
um das 7-Fache erhöht.


[Update]

Wenn folgendes stimmt, dann gibt es auch in Frankreich, wo es - wir erinnern uns - verbal schon mal hart zur Sache geht, einen super Kuhhandel. [Oder haben Sie das schon vergessen, Sie Drecksack, Sie Unloyaler, Sie Vollidiot.]

Der französische Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy hat einem Zeitungsbericht zufolge Amtsinhaber Jacques Chirac versprochen, Ermittlungen gegen ihn bei einem Wahlsieg zu stoppen.
Der langjährige Innenminister habe sich im Gegenzug für Chiracs Unterstützung seiner Kandidatur verpflichtet, “jedes juristische Gegenfeuer” nach dem Ausscheiden des Staatschefs aus seinem Amt zu verhindern, berichtete das Enthüllungsblatt Le Canard enchaîné am Mittwoch.


Die Forderung, nur Schäuble zu stoppen, ist kurzsichtig. Jemand wie Schäuble ist trotz und wegen seines persönlichen Leidens für die schlimmsten gegenwärtigen p’litischen Ideen in der BRD überaus nützlich. Jeder aus der P’litmafia der BRD muss den anhaltenden und gefährlichen Realitätsverlust Schäubles in der täglichen Arbeit bemerken, und dennoch wird diese untragbare Person von den Entscheidungsträgern der p’litischen Parteien weiter getragen.

2 Kommentare

  1. Carl  am 11/4/07 um 15:29

    Soso…geheime (BILD-Adjektiv) Musikbotschaften - und das passend zu Ostern. Was für ein himmlischer Zufall!

    Was für “Hymne(n) an den großen Vorsitzenden” sind denn geplant? Oder sind die auch so schlimm streng geheim, das man die erst in 500+ Jahren und mit dann modernster Technik entschlüsseln kann?

  2. Zenzizenzizenzic Armee Fraktion  am 11/4/07 um 16:44

    Vielleicht werden es Musikstücke aus dem ZAF-Terrorkit sein, vielleicht aber auch was ganz anderes. Lassen Sie sich einfach überraschen, Herr Carl und schauen in 500 Jahren mal auf die Seite zafentschluesselt.zaf!

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