Linktipps (Montag, 19. November 2007)
Wir brauchen bekanntlich ganz, ganz dringend die Online-Durchsuchungen und generell noch viel mehr Überwachung, weil bekanntermaßen die bestehenden Möglichkeiten nicht ausreichen. Kein Wunder, wenn man diese bei den ermittelnden Behörden kaum kennt.
Testwahllokale, Teststimmen? Warum nicht auch gleich einen Testsenat einführen als Spielwiese für unfähige Politiker, die mal eben so 2,4 Millionen Euro für lustige Wahlstifte raushauen. Ach, halt. Das ist ja im ganz realen Senat des Stadtstaates Hamburg der Fall.
Kai Voet van Vormizeele betreibt in Hamburg Barmbek-Uhlenhorst so eine Art Muppetlabor für Politiker, die Politikschmiede, ein Ort an dem Politik erdacht, geplant, gemacht wird.
Herr van Vormizeele betreibt auch ein Blog, allerdings ohne jegliches Impressum, in dem er schon mal meint, daß wo der Populismus regiert, da hat die Demokratie kaum noch eine Chance. Das verwundert, da sich der Begriff Populismus vom lateinischen Wort populus (Volk) ableitet, während Demokratie auf das griechische Wort für Volk (demos) verweist.
Jedenfalls entspricht Herr van Vormizeeles Vorschlag, daß die Hamburger gefälligst schon bei der nächsten Wahl den Wahlstift nutzen sollen, um sich an das Black-Box-Voting zu gewöhnen, nicht gerade demokratischen Gepflogenheiten.
Ausnahmezustand mit Notgesetzen in Finnland, weil Pflegekräfte endlich einmal konsequent in den Streik treten im Kampf für mehr Lohn.
Gibt es eigentlich überhaupt Unternehmen, die billig produzierte Waren aus der VR China für teures Geld im Westen verkaufen, die zumindest das chinesische Arbeitsrecht und die dortigen Sozialstandards einhalten?
Die herausragenden Ergebnisse der Stasi werden auch heutzutage gern von bundesdeutschen Behörden zu Ermittlungen herangezogen. Man sieht, es war nicht alles schlecht an der DDR. Und auch propagandistisch können bundesdeutsche Geheimdienste durchaus noch etwas von den ehemaligen Kundschafter des Friedens lernen.
Wow! 0,03% Erfolgsquote. Das ist wahrlich beeindruckend. Und die Mehrzahl davon Fälle ohne Haftpflichtschutz. Da lohnen sich der verdachtslose Abgleich von Kfz-Kennzeichen mit polizeilichen Fahndungsdateien und die gleichzeitige Abschaffung der Unschuldsvermutung wirklich bei diesen beeindruckenden Erfolgen in Hessen.
Ich würde Herrn Wiefelspütz einfach mal empfehlen, daß Grundgesetz zu lesen.
Man muß den Teil mit Rundfunk und Film nicht einmal erweitern, da Computer für manche Politiker doch so etwas wie neuartige Rundfunkempfangsgeräte sind. Nur weil in dem absichtlich recht allgemein gehaltenem Artikel 5 das Internet nicht explizit genannt wird, heißt das nicht, daß man diesen Artikel nicht auf das Internet anwenden dürfte. Und zur Stasi-Partei Deutschlands (SPD) muß man wirklich nichts mehr sagen.
Will Kurt Beck die neue eiserne Lady Deutschlands werden und die Gewerkschaften zerschlagen?
Man kann nur hoffen, daß die bieder-braven Gewerkschaftsverbände nun endlich aufwachen und wirklich konsequent für die Rechte ihrer Mitglieder eintreten und nicht mehr mit Politik und Kapital paktieren. Aber wahrscheinlich wird sich wieder mal kein Widerspruch in den Gewerkschaftszentralen regen.
[via Nachdenkseiten]
3 Kommentare
Nufan am 20/11/07 um 17:01
Gewerkschaften: Ich gehe davon aus, daß sich die Masse der Gewerkschaften hier tatsächlich nicht regen wird, denn BussiBeck vertritt da durchaus die Meinung der meisten Gewerkschaften. Das Prinzip “Ein Reich, ein Volk, ein Führer, ein Betrieb, eine verhandlungsführende Gewerkschaft, ein Tarifvertrag” (welches Sie neulich schon ansprachen), verhindert eine Situation in der vor lauter Streiks nicht mehr produziert wird, in der die Politik sich keinen anderen Ausweg mehr weiß, als die Gewerkschaften brutal zu entmachten (vgl. England unter Thatcher). “Gemeinsam sind wir stark” kann man das natürlich auch überschreiben … Die zunehmenden Versuche von Berufsgruppenvertretern (wie der GDL, dem Marbuger Bund, Cockpit etc.) eigene Tarifabschlüsse durchzusetzen, weichen dieses Prinzip auf und sind der Masse der Gewerkschaften daher ein größerer Dorn im Auge, als Äußerungen des SPD Problembärs (noch).
Das ganze sagt natürlich nichts darüber aus, ob die Gewerkschaften nicht mal wieder zu etwas aggresiveren Forderungen/Aktionen übergehen sollten … Ich persönlich würde eine stärkere Anarcho-Syndikalistische Ausprägung hier durchaus bevorzugen.






ben am 19/11/07 um 14:23
zum Informationsfreiheitsgesetz
(http://www.elementarteile.de/?p=1474)
das ist kein freiheitszäpchen, sondern der fuß in der tür des grundgesetzes…