ZAF-Spiele präsentiert: Wiefelspütz paß auf!

Der Sachbuchautor und Frisurenbeauftrage der SPD, Dieter Wiefelspütz, war im ökostalinistischen Onlinemagazin der Zenzizenzizenzic Armee Fraktion (ZAF) schon desöfteren ein Thema (das bleibt nicht aus, wenn ein Politiker ständig Verbalmüll von sich gibt). Deshalb freut sich die ZAF für das soeben gelaunchte Spielelabel ZAF-Spiele auf den tapferen Parteisoldaten Wiefelspütz als Namenspatron für das überaus lehrreiche und spannende Spiel Wiefelspütz paß auf! zurückgreifen zu können.

Die Spielregeln:

Alle Spieler, die Parlamentarier, stellen ihre Grundrechte in Form einer Kugel in der Mitte des Tisches auf dem Boden der Verfassung (einem Plättchen) eng zusammen und halten das Schnurende fest.
Ein Spieler ohne Kugel, der Wiefelspütz, erhält Würfel und Würfelbecher, den Verfassungsbruch. Er stülpt den Becher auf den Tisch. Zeigen die Würfel nach Aufheben des Bechers eine 1 (§1) oder eine 6 (§6), so müssen die Spieler ihre Grundrechte schnell in Sicherheit bringen; der Wiefelspütz aber versucht, eine möglichst große Anzahl Grundrechte mit dem Verfassungsbruch (dem Würfelbecher) zu fangen.
Er erhält für jedes gefangenes Grundrecht vom Spieler eine Spielmarke, die Sicherheit; ebenso erhält er von demjenigen eine Sicherheit, der ein Grundrecht irrtümlich bei einer anderen Zahl fortzieht. Gelingt es dem Wiefelspütz nicht, bei §1 oder §6 ein Grundrecht zu fangen oder bedeckt er bei einer anderen Zahl ein Grundrecht mit dem Verfassungsbruch, so zahlt er selbst an alle Mitspieler Strafe in Form von Terrorismus, er muss jedem eine Sicherheit zurückgeben und gibt den Verfassungsbruch an seinen Nebenmann weiter.
Dies kann aber verhindert werden, indem der Wiefelspütz möglichst viele, widerliche Verbalentgleisungen von sich gibt (z.B. “Wenn [der Vorstoß] aus tagesaktuellen Erwägungen gemacht wird, merkt jeder die Absicht dahinter”, “Das Parlament ist ein wenig wichtiger als ein Arzt.”, “Ich gehe keiner Erwerbstätigkeit nach, auch nicht im Rahmen einer Nebentätigkeit.”, “Warum so viel Aufwand, um sich gegen eine Online-Durchsuchung zu schützen? Man muß doch nur auf die Arbeit und Kommunikation mit Computern verzichten.”, “Ich wäre für die Vorratsdatenspeicherung auch dann, wenn es überhaupt keinen Terrorismus gäbe.”). Je weniger der Spieler dabei nachdenkt, desto authentischer wirken die Äußerungen.

Der Terrorismus kann auch in eine gemeinsame Kasse eingezahlt werden. Ebenso können zur Abwechslung andere Zahlen als 1 oder 6 bestimmt werden.

Für unerfahrene Parlamentarier, die sich noch keine zwei Paragraphen merken können, werden auf den beiliegenden Farbwürfeln statt der Paragraphen 1 und 6 zwei bestimmte Farben vereinbart, nämlich rot und schwarz. Im übrigen gelten die obigen Spielregeln.

Hat der Wiefelspütz mehr als 20 Grundrechte mit dem Verfassungsbruch gefangen, ist er der Schäuble des Spiels und erhält die Schäuble-Spielfigur mit Jokerfunktion, damit gilt er im Rahmen des Spiels als sogenannter Verfassungsexperte und kann die aberwitzigsten Forderungen stellen und z.B. versuchen, die Spielregeln zu ändern. Dies bedarf aber zumindestens anfangs immer der Zustimmung der Mehrheit der Mitspieler. Obwohl es wichtig für alle Spieler ist, die Regeln des Spiels zu kennen, ist der Wiefelpütz nicht auf die Einhaltung der Regeln angewiesen. Der Wiefelspütz muss sich nur an die Regeln halten, wenn die anderen Mitspieler ihn aggressiv dazu auffordern.

[Vielen Dank an Herrn Ben für die Spielregeln, die ich noch ein wenig ergänzt habe.]

6 Kommentare

  1. ben  am 24/11/08 um 15:39

    Herr ZAF, bald steht die Gedankenpolizei vor einer unserer Türen, oder Super-Uschi filtert uns weg…

  2. unMenschlich  am 24/11/08 um 16:47

    Was ich hierbei nicht verstehe, ist, dass das Spielelabel gerade erst gelauncht wurde?
    Was haben die armen Parlamentarier denn bisher gemacht zur Entscheidungsfindung?

  3. Zenzizenzizenzic Armee Fraktion  am 24/11/08 um 18:50

    Von Super-Uschi gefiltert wird bestimmt noch einmal ein Qualitätsmerkmal, Herr Ben, so in der zweiten oder dritten Runde, nachdem sie die Sache mit den Kinderpornos durchbekommen hat. Den Fehler gleich unliebsame Sachen zu sperren dürfte sie kaum machen, so doof ist die nun auch nicht.

    Bisher haben die armen Parlamentarier einfach nur ausgewürfelt…äh, ach nee, Gott würfelt ja nicht. Und wer wichtiger als ein Halbgott in Weiß (Arzt) ist, der muß Gott sein.

  4. OrthoKreuvfie  am 24/11/08 um 20:35

    “nähmlich rot und schwarz” –> “nämlich rot und schwarz”
    Wer nämlich mit h schreibt… das war Absicht, oder?

    Sehr schöner Beitrag und ideal für Weihnachten :D

  5. Zenzizenzizenzic Armee Fraktion  am 24/11/08 um 20:54

    Danke! Nein, das war keine Absicht, das war diesmal Herr Ben! Aber mir war das auch nicht aufgefallen…grmpf.

  6. ben  am 24/11/08 um 23:42

    das war absicht, genau so wie die farben (*ratter*ratter*) und eigentlich hab ich schon gedacht, es merkt keiner mehr… herr zaf, es liegt natürlich in ihrem ermessen, dies zu ändern ;)

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