Eine Auswertung der Internetkommunikation wird stattfinden
Die geliebte Bundesregierung verwirklicht nun im Stechschritt quasi mit Siebenmeilenstiefeln die Realisierung eines für alle Nutzer sicheren Deutschlandnetzes, bei dem der Nutzer zu seiner eigenen Sicherheit nur auf vom BKA nach den Vorgaben der geliebten Bundesregierung geprüfte Seiten zugreifen (diese kann man z.B. am goldenen Unbedenklichkeitssiegel erkennen) sollte. Endlich bleibt uns allen die Entscheidung erspart, welche von den vielen Milliarden Internetseiten man tagtäglich besuchen soll. Denn das Angebot wird fortan erheblich schrumpfen, wenn Klicks auf bislang unbekannte Seiten vermieden werden. War das Internet bisher sozusagen ein Supermarkt mit einem unüberschaubaren Angebot an pluralistischer Meinungsvielfalt, wird es zukünftig mehr einem Discounter mit einem überschaubaren Angebot gleichgeschalteter Meinungen ganz im Sinne der geliebten Bundesregierung gleichen. Von nicht vom BKA für unbedenklich erklärten Seiten droht nach Informationen von Ulrich Staudigl, Sprecher im Bundesjustizministerium, fortan Gefahr.
Aufrechte Staatsbürger sollten sich da auch nicht von den Äußerungen der Bundeszensurministerin, Ursula von der Leyen, verwirren lassen, die diese in einem Interview im öffentlich-rechtlichen Staatsrundfunk als Kopf der Woche (Fisch will schwimmen, Köpfe müssen rollen) getätigt hat.
Völlig korrekt stellt sie zwar diejenigen, die mit wenigen Mausklicks einen anderen als den DNS-Server ihres Providers in den Netzwerkeinstellungen einstellen und damit die Zensur-Politik der geliebten Bundesregierung sabotieren, als technisch versierte schwer Pädokriminelle dar, “geschult in diesem widerwärtigen Geschäft”, verneint dann aber, daß man sich mit einem zufälligen Klick auf das Stopp-Schild strafbar mache.
Zu dem Interview gibt es hier einen eigenen Artikel.





